Das japanische Feinsieb auf einen Blick
Das Feinsieb der japanischen Schule unterscheidet sich in zwei Punkten von einem klassischen Feinsieb: Das Netz ist feiner, die Schale fasst mehr.
Für wen es gedacht ist
Für Bartender, die einen wirklich klaren Drink wollen. Das feinere Netz hält auch kleine Partikel zurück, die ein normales Netz durchlässt und die man im Glas gegen das Licht sieht.
Die Grenze des normalen Feinsiebs
Man sieht sie bei Drinks mit viel Fruchtfleisch: Das Netz setzt sich zu, die Flüssigkeit läuft langsamer, und wer abseiht, muss mitten im Eingießen anhalten und das Sieb schütteln. Mit einer tieferen Schale kommt dieser Moment nicht, weil unter dem Netz Platz für den ganzen Drink ist, während er durchläuft. Das japanische Feinsieb schiebt die Grenze weit genug hinaus für ein ganzes Eingießen: im Service eine durchgehende Bewegung statt drei.


Technische Daten
- Netz: feiner als bei einem klassischen Feinsieb
- Schale: tiefer, fasst den ganzen Drink beim Abseihen
- Material: Edelstahl
- Verwendung: zweites Abseihen, zusätzlich zum Barsieb mit Feder
- Reinigung: spülmaschinenfest
- Artikelnummer: 1-BSE-UT-160
Warum die japanische Schule auf Klarheit besteht
In dieser Tradition wird der Drink angesehen, bevor er getrunken wird, und eine trübe Flüssigkeit erzählt von Arbeit in Eile. Schwebende Partikel ändern den Geschmack kaum, wohl aber den Eindruck von Dichte und die Brillanz der Farbe. Genau dafür ist das japanische Feinsieb da, und man sieht es bei klaren Drinks, in denen jede Trübung auffällt.
Wann das feine Netz zu viel ist
Bei einem Drink, der Körper behalten soll. Ein Sour mit Eiweiß lebt vom Schaum: Wird er durch ein sehr dichtes Netz abgeseiht, bleibt ein Teil dessen zurück, was der Oberfläche Konsistenz gibt. Die Regel für die Praxis: Doppelt abseihen mit dem Feinsieb dort, wo der Drink klar sein soll, weniger dort, wo er voll sein soll.
Die japanische Geste
In der japanischen Schule ist das Eingießen Teil der Zubereitung und nicht ihr Abschluss. Es wird langsam eingegossen, mit einem durchgehenden Strahl, weil ein harter Fall den Schaum bricht und Luft in einen Drink bringt, der gerade erst gekühlt wurde. Eine tiefe Schale erlaubt genau das, weil sie nicht zum Anhalten zwingt.
So wird es gehalten
Über dem Glas schwebend, nicht aufgelegt. Ring- und kleiner Finger halten den Griff, Daumen und Zeigefinger korrigieren den Winkel. Die Hand mit dem Tin arbeitet darüber, die Hand mit dem Feinsieb bleibt ruhig: Das ist die Geste des doppelten Abseihens, und mit einer tiefen Schale gelingt sie in einer durchgehenden Bewegung.
Pflege
Sofort ausspülen, denn ein feines Netz setzt sich schneller zu als ein grobes. Eine weiche Bürste von innen nach außen führen, damit Zurückgehaltenes herauskommt, statt ins Gewebe gedrückt zu werden. Spülmaschinenfest, so eingelegt, dass der Strahl das Netz trifft. Das Netz öfter gegen das Licht prüfen: Eine einzige geweitete Masche lässt durch, was das Sieb zurückhalten sollte.
Häufige Fragen
Was unterscheidet es von einem klassischen Feinsieb? Zwei Dinge: Das Netz ist feiner, die Schale tiefer.
Passt es für alle Drinks? Für die, die klar sein sollen. Bei einem Sour mit Eiweiß ist ein weniger dichtes Netz besser.
Ersetzt es das Barsieb mit Feder? Nein, es kommt zusätzlich über dem Glas zum Einsatz.
Setzt es sich zu? Dank der tiefen Schale weniger als ein flaches Feinsieb. Direkt nach dem Gebrauch ausspülen.
Ist es spülmaschinenfest? Ja, so eingelegt, dass der Strahl das Netz trifft.
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Den Vergleich der drei Siebe finden Sie in der Kategorie Barsiebe.



















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